Whitsunday Islands – Weißer Sand im Paradies und die Krönung des Königs

Einordnung der Tour auf unserer Route
Airlie Beach und die Whitsunday Islands waren unser zweiter großer Stopp auf dem 2000 km langen Streckenabschnitt von Cairns nach Brisbane (Routenabschnitt auf der Karte ansehen). Airlie Beach liegt ca. 650 km südlich von Cairns. Nachdem wir also unsere Tour nach Magnetic Island (zum Reisebericht) hinter uns gebracht haben, sind wir direkt weiter nach Airlie Beach.
Reisebericht

Unsere Tour zu den Whitsunday Islands startete in Airlie Beach, einem kleinen Ort an dem für seine Größe aber einiges los ist. Das Durschnittsalter dieses Partyortes spricht für sich: 35 Jahre. Perfekt! Neben der wunderschönen Lagune gibt es viele Restaurants, Bars und Clubs. Das Herz von Airlie Beach besteht quasi aus einer einzigen Straße. Man zieht zusammen die Straße hoch und runter und am Ende erwartet einen der Phoenix Nightclub – eher eine größere Bar, aber der Club in dem sich am Ende alle treffen. Keine Angst, diese Angaben sind vertrauenswürdig, wir haben es persönlich getestet und für sehr gut befunden! Herr Dr. Schneider würde es wahrscheinlich zertifiziert nennen. 🙂

Die Lagune in Airlie Beach

Die Lagune in Airlie Beach

Auch profitierten wir von unseren Reisebekanntschaften (Danke an Andy & Stevo) und konnten (nicht ganz so legal) kostenlos auf dem Parkplatz des Base Hostels parken. Kostenlose Duschen & Toiletten inklusive. Auch während unserer Tour haben wir den Van auf den Namen unserer Freunde dort stehen gelassen (Katsching, wieder die Reisekasse geschont, mehr Geld für die schönen Dinge des Lebens). Am 2. Tag ging es dann auch schon los, auf unseren 2 Tage/2 Nächte Boots-Segeltörn um die Whitsunday Islands. Mit dem Bus wurden wir an den Hafen gefahren, der etwas außerhalb lag.

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Spannung auf der Bustour

Fun Fact: Benannt wurde die Inselgruppe mit 74 Inseln durch Captain James Cook (Ja! DER James Cook, der ebenfalls Magnetic Island entdeckte und der uns auf unserer Reise immer wieder mit seiner “kreativen” Namensgebung beeindruckt).  Whitsunday heißt übersetzt Pfingstsonntag. Und da er die Inseln am Pfingsmontag 1770 entdeckt hat, hat er Sie Pfingsonntagsinseln genannt… Erm ja, er hatte nicht auf dem Schirm, dass er bereits die Datumsgrenze überschritten hatte. Demzufolge müssten die Whitsundays eigentlich Whitmondays heißen. Naja, als das aufgefallen ist hat man sie auch nicht mehr umbenannt.

So und nun zurück zu den wesentlichen Dingen: Wir hatten im Vorfeld das Boot mit dem legendärsten Ruf ausgewählt – das berühmte (zumindest in Australien) Clipper Party Boot. 50 durstige Passagiere plus Crew stachen an diesem Tag in See – und wir mittendrin. Kurzum: Essen super, Stimmung super, aber mit Sauberkeit sollte man nicht pingelig sein. Auf diesem Boot ist jeden Tag eine riesige Party, wie soll es anders riechen als der Morgen nach einer Party… Die Crew gibt sich aber Mühe für jede neue Gruppe das Boot herzurichten und täglich die Toiletten zu putzen.

Auch wenn man seine Flip-Flops bevor man aufs Boot geht abgeben muss, hätten wir uns gewünscht ein weiteres paar Flip-Flops reinzuschmuggeln um diese für den Toilettengang an die Füße zu ziehen. Männer trinken Alkohol, das Boot wackelt und dann wissen wir ja alle wie das mit dem zielen klappt. Und nun das eigentliche Problem an der Sache: die Toiletten sind so klein und eng und die Tür öffnet nach innen. Man kommt nicht drum herum beim Öffnen und Schließen der Tür direkt neben die Toilette zu treten und in der “Suppe” zu stehen… 🙂 Bitteschön, wir mussten reintreten, da wollten wir euch wenigstens das Bild schön ausmalen 😛

Was hat die Tour uns alles geboten / was haben wir so erlebt?

Schnorcheln und Tauchen

Schnorcheln und Tauchen

Eine 9 Meter hohe aufblasbare Wasserrutsche (die ist suuuuuuuuuper)

Eine 9 Meter hohe aufblasbare Wasserrutsche (die ist suuuuuuuuuper)

Springen vom Deck des Schiffs

Springen vom Deck des Schiffs

Eine kleinere Wasserrutsche mit freiem Fall ins Wasser

Kleinere Wasserrutsche mit freiem Fall ins Wasser

Whirlpool an Deck

Whirlpool an Deck

Viele nette Leute in guter Laune

Viele nette Leute in guter Laune

Und die King of Clipper Trink- / Partyspielenacht mit anschließender Krönung (Anm. von Kathy: Wundert es jemanden, dass Stephan King of the Clipper wurde? Mich nicht).

Dekparty

Ob nun mit dem Clipper oder irgendeinem anderen Boot, der Höhepunkt der Reise ist natürlich der Whitehaven Beach (Anm. Stephan: zumindest wenn man nicht gerade King of the Clipper wird). Wie wir finden (und ich glaube da stimmt uns jeder zu der schon da war) der schönste Strand von Queensland. Mit einem Quarzanteil von 99% einer der weißesten Strände der Welt. Es gibt verschiedene Theorien wie dieser Strand entstanden ist, am wahrscheinlichsten war es aber der Unterwasservulkan (vor Whitehaven Beach ist ein 130m Kraterloch im Meer) der Mineralien an die Oberfläche brachte und diesen Strand entstehen ließ.

Der berühmte Whitehaven Beach

Der berühmte Whitehaven Beach

Unbedingt bei der Tourbuchung darauf achten, dass man auch genügend Zeit am Strand verbringen kann, um eine Millionen Fotos zu machen, stundenlang den Sand mit seinen Füßen zum quietschen zu bringen, seinen Schmuck zu reinigen und seinen Zähnen ein Bleaching zu verpassen (der hohe Quarzanteil macht es möglich). Man hat uns erzählt (und erzählt es so ziemlich jedem der dort hinfährt), dass man mit dem Sand seine Zähne reinigen kann. Das mag stimmen. Einige haben es auch probiert, wir haben es sein gelassen. Warum? Ratet mal…. ES IST SAND!!! Aber es ist äußerst lustig sich die Gesichtsausdrücke der erwachsenen (!!!) Menschen anzusehen, die sich gerade eine Ladung Sand in den Mund geschoben haben und dann dann bettelnd nach einer Flasche Wasser umherirren (klar, die haben sie natürlich auf dem Boot vergessen) und selbst damit den so feinen Sand nicht mehr aus den Zahnritzen bekommen. Ein Traum. 🙂

Außerdem sollte man genug Zeit mitbringen, um seine Drohne steigen lassen zu können um unvergessliche Videos drehen zu können 😉 (Anm. von Kathy: Das ist der persönliche Reisetipp des Riesenbabys, mit dem ich auf Reise bin).

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Die Drohne durfte auch ein bisschen Videomaterial für uns aufzeichnen

Den Lookout nicht vergessen um DAS FOTO vom Whitehaven Beach zu machen und einfach mal die Szenerie auf sich wirken lassen. Unvergesslich.

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Whitehaven Beach Lookout

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Whitehaven Beach Lookout, noch schöner 😉

Nach dem Verlassen des Schiffs ging es sofort weiter, da wir schon bald die nächste Tour antreten wollten, 700km südlich in Agnes Water. Nach 5 Stunden haben wir die Fahrt dann aber pausiert und unser Nachtlager aufgeschlagen. Es waren einfach zu viele Kängurus bei Einbruch der Dunkelheit (ca. 18 Uhr) am Straßenrand. Wir reden hier nicht von einem zufällig aufgetauchten Känguru, sondern von mindestens 50 – Körpergröße bis 2m (Ja auf der Nebenfahrbahn stand so eins und es war riesig!). Und jedes einzelne sieht so aus als ob es jede Sekunde vor unser Auto springen würde. Und sie springen auch, wie die traurigen Bilder am nächsten morgen an den Straßenrändern zeigen (Wir sparen uns hiervon ein Foto). Daher fahren wir, trotz Känguruh-Abwehr-Stoßstange an unserem Auto, seitdem mit der Regel: Sobald du das erste Känguru siehst, fahr ran und geh schlafen.

Sad Fact: Warum Kängurus vor allem am Straßenrand auftauchen? Durch den Asphalt der Straße wird das Regenwasser direkt auf die Grünstreifen am Straßenrand abgeleitet und diese Streifen sind dadurch besonders saftig und Lecker. Ein nicht ganz so glücklicher Kreislauf.

Nächster Tag und schon früh gehts los, kurzer Frühstückstopumweg von einer Stunde über Yepoon und schon wieder auf der Straße und das Ziel fest vor Augen. Eingetroffen in Agnes Water ging es zum Briefing für unsere nächste Tour: CASTAWAY (Reisebericht folgt).

 

Und hier ein kurzes Video mit ein paar Eindrücken

 

Weitere Whitsunday Islands Fotos

Diese und weitere Fotos findest du auch in unserem Fotoalbum zu den Whitsunday Islands.

 

Unsere Tipps für die Whitsunday Islands

  1. Am Meer gibt es einen Wasserhüpfburgpark. Wir hatten leider keine Zeit hinzufahren, aber unser Herz hat schon ein bisschen geblutet es nicht gemacht zu haben.
  2. Definitiv ein paar Tage in Airlie Beach verbringen! Die Stadt hat eine super Atmosphäre und gehört definitiv zu unseren Lieblingsorten an der Ostküste Australiens!
  3. Wer es etwas ruhiger mag, dem empfehlen wir den Avatar als Boot zu buchen. Weniger Leute, coole Crew, fast genauso viel Spaß, nur eben ohne die große Party (einige unserer Freunde haben diese Tour gemacht und nur positiv berichtet).
  4. Für die Kaffeejunkies: Auf den Woolworth Quittungen gibt es Gutscheine für 2-4-1 Kaffe bei McDonald’s 🙂

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