Melbournes Umgebung: Pferdefarm, Nationalparks und der Drohnenabsturz

Einordnung der Tour auf unserer Route

Bevor wir uns ins Stadtleben von Melbourne gestürzt haben, wollten wir auch mal das australische Farmleben erkunden und haben uns auf einer Farm in der Nähe von Melbourne einquartiert.

Reisebericht

Unser Ziel in Melbourne war also zunächst eine Pferdefarm. Kathy wollte ein bisschen reiten und Stephan in ländlicher Umgebung am Computer arbeiten. Schon in Sydney ist Kathy in Kontakt mit dem Farmer getreten und wir konnten auf seiner Farm gegen Kost und Logis wohnen. Dafür musste Kathy morgens und abends die 15 Pferde füttern und weitere kleinere Aufgaben erledigen, aber die meiste Zeit bestand aus Reiten.

Kathy hoch zu Ross

Kathy hoch zu Ross

Wir waren nicht alleine auf der Farm und neben Cailin die schon einen Monat dort war, gab es ein weiteres Pärchen das schon mindestens ein Jahr dort lebte. Anfangs gefiel es uns sehr gut und wir wären gerne länger geblieben, doch leider war das Mädel welches schon länger auf der Farm lebte ein sehr nervenaufreibender Mensch. Sobald sie gemerkt hatte, dass Kathy gut reiten konnte und der Farmer ihr vom zweiten Tag weg die jungen Pferde zur Verfügung stellte, war die Eifersucht groß und der Terror begann. Von weggenommenen Reitschuhen vor unserer Tür, bis zu keinem Wort miteinander reden, usw. es war alles dabei und so war leider die Arbeit im Team nicht möglich und es machte auch kein Spaß (Anm. Stephan: Um es mit einem Wort zu beschreiben: Zickenterror). So beschlossen wir die Farm baldmöglichst zu verlassen. Also sind wir nach einer Woche wieder abgehauen und haben Cailin gleich mitgenommen, die sich nämlich auch sehr unwohl fühlte.

Aber wir hatten auch schöne Seiten.

Gemeinsamer Ausritt

Gemeinsamer Ausritt

Und Vollgas

Und Vollgas

Farmer Stephan

Farmer Stephan

Da wir nun einmal südlich von Melbourne waren, entschlossen wir uns weiter in den Süden aufzubrechen. Noch hatten wir unser Auto und das wollten wir nutzen. Philipp Island stand nach verlassen der Farm als erstes auf dem Programm. Das besondere an Philipp Island sind die Pinguine! Pinguine? Ja genau, 30cm kleine Minipinguine die ungefähr 1kg wiegen. Sie verlassen morgens ihr Nest und kommen abends zurück in ihre Nester wo zu dieser Jahreszeit ihre Babys auf sie warten. Die Pinguine sammeln den ganze Tag Nahrung im Meer um am Abend damit das Baby zu füttern.

Pinguine auf Philipp Island

Pinguine auf Philipp Island

Die Pinguine kommen bei Einbruch der Dunkelheit im seichten Wasser an und laufen dann in Scharen von 10 bis 50 Pinguinen an Land. Dabei sind sie sich aber sehr unschlüssig und watscheln mehrfach aus dem Wasser und wieder rein und warten so lange bis sie genug sind und sich trauen an Land zu gehen. Ein sehr süßes Spektakel, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Bevor wir aber da ankamen nahmen wir noch einige schöne Aussichtspunkte der Insel mit und trafen pünktlich vor Sonnenuntergang bei den Pinguinen ein. Leider ist diese Show sehr bekannt und komplett touristisch überlaufen. So waren wir mit weiteren 2000 Menschen vor Ort. Alle haben brav ihren Eintritt bezahlt (ein Vermögen!) und warteten nun auf den Tribünen auf das eintreffen der Pinguine. Trotzdem, gelohnt hat es sich alle mal.

Und da watscheln Sie im Eilschritt

Und da watscheln Sie im Eilschritt

Ein weiterer Punkt auf unserer Liste war der Wilsons Promontory National Park, welcher sich weiter südlich befand (der südlichste Zipfel des australischen Festlands). Auf dem Weg dorthin versuchten wir abermals Surfspots für Stephan zu finden, machten halt in Cape Paterson, aber leider vergebens. Kaum Wellen. Das Gebiet fiel 2 Wochen später schweren Waldbränden zum Opfer. Erschreckend wenn man realisiert, dass man gerade erst dort war.

Wir pickten uns einen günstigen Campingplatz am Wasser, aber außerhalb des Nationalparks heraus. Am nächsten Tag, einer der heißesten Tage in Melbourne, brachen wir zum Park auf und machten viele Wanderungen zu verschiedenen Stränden.

 Whiskey Beach im Wilsons Prom

Whiskey Beach im Wilsons Prom

Traumhafter Ausblick

Traumhafter Ausblick

Stephan hat am Whiskey Beach die Drohne steigen lassen (Anm. Kathy: Immer wieder muss das Kind in ihm zum Vorschein kommen 🙂 ) und ein paar schöne Videos gemacht. Leider kam plötzlich ein unerwarteter starker Wind auf als die Drohne gerade 100 Meter weit weg war. Die Kontrolle war schnell verloren und Stephan sah sie nur in der Ferne irgendwo in ein Gebüsch rasseln. Die Suchaktion hat ca. 1 Stunde gedauert, aber wir haben sie wiedergefunden (Anm. Kathy: Und sind dabei zum Glück nicht auf giftige Schlangen oder anderes Getier gestoßen).

So sieht es im Übrigen aus, wenn eine Drohne sich selbstständig macht 🙂

Nach einer Stärkung stand ein weiterer Hike zu einem weiteren traumhaften Strand dem Squeaky Beach an. Squeaky, da dieser Beach mal wieder durch seinen hohen Quartzgehalt beim durchlaufen ziemlich quietscht.

Auf dem Hike zu einem weiteren Beach

Auf dem Hike zu einem weiteren Beach

Zurück vom Strand mussten wir uns beeilen, ging doch die Sonne in fast einer Stunde unter und zum Sonnenuntergang wollten wir auf den Berg im Park, den Mt. Oberon gewandert sein! Und wir haben es auch geschafft.

Auf dem Mt. Oberon

Auf dem Mt. Oberon

Nach diesen anstrengenden Wanderungen war der Tag noch nicht vorbei. Wir gingen schnell in dem Örtchen am Tidal River duschen, sahen unseren ersten Wombat und machten uns im Dunkeln auf dem Weg raus aus dem Park, zu unserem Campingplatz. Wer unseren Blog verfolgt weiß, das das Autofahren bei Dunkelheit in Australien nicht immer mit guten Erinnerungen verbunden war. So sahen wir auch diesmal allerlei Getier. Neben ein paar wenigen Kängurus, sahen wir unzählige Wombats und sogar ein Reh kreuzte unseren Weg!

Wombaaaaaat!!

Wombaaaaaat!!

Nach diesen Ausflügen in die Natur hatten wir genug frische Luft geschnappt, die Zivilisation rief wieder! Wir waren auf dem Weg zurück ins Stadtleben. Auf nach Melbourne! Dazu im nächsten Reisebericht mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.